Retrospektive: Stilles Land

Fr, 27.09 / Filmmuseum Potsdam / 18:00 Uhr

Mit seinem Spielfilmdebüt Stilles Land (1992) fängt Andreas Dresen die Umbruchstimmung in der DDR im Herbst 1989 ein. Eine Gruppe von Schauspielern in der Kleinstadt Anklam probt eine kritische Inszenierung von Warten auf Godot, während tausende Ostdeutsche versuchen, über Ungarn auszureisen, und in der Hauptstadt die Mauer fällt. Im Film gestalten der Regisseur und die Drehbuchautorin Laila Stieler besonders glaubwürdige, ehrliche Figuren. Da ist Lethargie, Zögern und Angst, da ist aber auch Ironie und Humor. »Das Land ist still!« – eine treffende Aussage, die den Geschehnissen in der Großstadt Berlin entgegengestellt wird und in Bezug auf die Kleinstadt Anklam zur Zeit der Wende dennoch zutreffend erscheint.

Uraufführung

07.05.1992, Filmkunstfest Schwerin

Laufzeit

98 Min.

Regie

Andreas Dresen

Produktion

Hochschule für Film und Fernsehen KONRAD WOLF (Babelsberg); Max Film Wolfgang Pfeiffer Filmpro- duktion (Berlin); Mitteldeut- scher Rundfunk (Leipzig); Südwestfunk (Baden-Baden)

Darsteller*innen

Thorsten Merten, Jeannette Arndt, Kurt Böwe, Petra Kelling, Horst Westphal, Katrin Martin, Asad Schwarz, Mathias Noack, Hans-Uwe Bauer, Burkhard Heyl

Drehbuch

Laila Stieler, Andreas Dresen

Vorlage

Samuel Beckett (Zitate des Theaterstücks Warten auf Godot)

Kamera

Andreas Höfer

Schnitt

Jörg Hauschild, Rita Reinhardt

Musik

Tobias Morgenstern, Rainer Rohloff

Preise

Hessischer Filmpreis, Deutscher Kritikerpreis (beide 1992)

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